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Puerto Ramirez – Bariloche

26.03 – 31.03
Puerto Ramirez – Bariloche

Von Puerto Ramirez ging es auf sehr steilen Rampen hinauf nach Futalefu bis zur Grenze Chile/Argentiniens. Nach meinem ersten wirklich heißen Tag fand ich nach harten 75km einen mehr oder weniger geeigneten Platz für die Nacht. Da es schon dunkel wurde blieb mir nichts anderes übrig als am Rand des Flussbetts auf kopfgroßen Steinen mein Zelt aufzubauen (Massage inbegriffen, besser als jede Blackroll).

Mein "Massage" Zeltplatz
Mein “Massage” Zeltplatz

Warm wars.
Warm wars.

Nachdem ich wie gerädert am nächsten Morgen wieder auf dem Fahrrad sahs, dachte ich nicht an einen besonders guten Tag. Das sollte sich aber nach dem Auffinden eines Supermarktes und offenem WiFi in Trevelin ändern. Erstaunlich welche Bedürfnisse sich entwickeln. Normaler Milch (kein Milchpulver), Croissants und Wlan und schon ist der Tag gerettet. Danach ging es weiter in den Nationalpark Los Alerces. Dort wollte ich eigentlich ein paar Tage Bergsteigen. Waldbrände im Nationalpark ließen das aber nicht zu. So hatte ich wenigsten die Straße für mich.


Überall brennts, nicht nur in meinen Beinen.
Überall brennts, nicht nur in meinen Beinen.

Nationalpark Los Alerces steht in Flammen.
Nationalpark Los Alerces steht in Flammen.
Die Aussicht ist trotzdem nicht schlecht...
Die Aussicht ist trotzdem nicht schlecht…
und der Zeltplatz erst recht nicht.
und der Zeltplatz erst recht nicht.

Auch der nächste Tag nach Verlassen des Nationalparks war von Waldbränden bestimmt. Vor El Bolson waren diese so heftig, dass ich mit Licht fahren musste um von Autofahrern gesehen zu werden. An Zelten war nicht zu denken, deswegen entschied ich mich bis spät in den Abend weiter zu radeln. Letztendlich schaffte ich es aus dem Waldbrandgebiet heraus und zeltete 30km vor El Bolson mangels anderer Möglichkeit direkt neben der Straße. Wo wir dann bei den nicht so optimalen Zeltplätzen wären….


Chau Nationalpark Los Alerces
Chau Nationalpark Los Alerces

Wechsel Ripio auf Asphalt...
Wechsel Ripio auf Asphalt…
...und die Laune steigt!
…und die Laune steigt!
Noch ist es ein schöner Tag, aber die Rauchwolken sind schon sichtbar.
Noch ist es ein schöner Tag, aber die Rauchwolken sind schon sichtbar.
Rauch,Rauch, Rauch.
Rauch,Rauch, Rauch.
Die Lunge dankt...
Die Lunge dankt…

Die restlichen 30 km nach El Bolson schaffte ich am nächsten Vormittag und verbrachte daher den restlichen Tag mit Fahrradputzen (welches wirklich nötig war) und Ausruhen (auch das war nötig). Ich konnte mich mit El Bolson nicht wirklich anfreunden. Sei es der nicht wirklich tolle Campingplatz, das Fehlen eines offenen Wlannetzes im kompletten Dorf oder lange Warteschlangen an der Supermarktkasse, ich weiß es nicht.

Daher ging es auch am folgenden Morgen sofort weiter nach Bariloche. Die Straße von El Bolson nach Bariloche ist teils frisch asphaltiert und führt durch eine einmalige Landschaft. Auch Bariloche gefiel mir leider nicht wie erhofft. Vielleicht war ich durch knapp zwei Monate im Süden auch einfach nicht mehr an so eine Masse an Touristen und Abzocke gewohnt. Bariloche ist Tourismus in seiner höchsten Form, angepriesen für seine schöne Lage. Für mich war es nach der Carretera Austral, die einfach nicht zu überbieten ist, eine nette Stadt mit schöner Lage an einem See – nicht mehr und nicht weniger. Nachdem alle Campingplätze trotz Nebensaison die gleichen Preise wie ein normales Hostel verlangten, entschied ich mich nach geraumer Zeit für ein richtiges Bett. Außerdem benötigte ich dringend einen Ruhetag. Gesagt, getan auch wenn ich nur bedingt mit der generellen Preislage einverstanden war. Aber die Beine machten die Entscheidung dann doch einfach.

Ausrüstung putzen in El Bolson.
Ausrüstung putzen in El Bolson.

Blick zurück auf dem Weg Richtung Bariloche
Blick zurück auf dem Weg Richtung Bariloche
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Panorama auf Passhöhe.
Richtung Bariloche.
Richtung Bariloche.

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